Richard Schaukal

 

 

Über die Forderung von sogenannten Gedanken in der Dichtung

 

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Einer Erwägung scheint mir der Umstand wert, dass es noch immer zur Kunst in Beziehung stehende Menschen gibt, die durchaus unfähig erscheinen, eine Schöpfung anders als auf ihre Deutlichkeit für den Intellect zu prüfen. Von den zahlreichen Handlangern der sogenannten Kritik will ich hier gar nicht reden, deren jeden besseren Geschmack beleidigende Art, sich mit Dichtung zu beschäftigen, leider freilich nur allzuviele Bekenner unter den Hörern und Lesern ihrer armseligen Berichte zählt. Fast ausnahmslos ist auch der beliebte Tummelplatz solcher "Referenten" eine Zeitung, die sich an die Herde wendet, und mit dem Herdengeschmacke zu rechnen, fällt den traurigen Felderhelden umso leichter, als sie selbst niemals in besseren Gehegen zu wandeln auch nur den mindesten Anstand besassen und daher mit dem Hasse und der Verachtung der Unbemittelten an den Gittern vorüberschleichen, hinter denen die Vornehmen und Wohlgeborenen der Kunst sich an der Grazie und Schönheit gemessener Spiele freuen. Sie haben auch ihre Dichter und Maler, diese Pöbelführer und Marktschreier, ein kraftloses Geschlecht oder Epigonen, auf deren schwerfälligen Füssen der Staub vielbereister Strassen liegt. Wenn sie sich nur nicht unterweilen erkühnten, widerstandsunfähige Todte in ihre Kreise zu [172] beschwören und zu dem Klange tönender Namen ihre literarischen Rüpeltänze aufzuführen. Diese, wie gesagt, anders als mit knappen abweisenden Worten zu erwähnen, verbietet der Ernst meiner Untersuchung.

Ich will von denjenigen reden, die man gerne zu Verständigen machte, mit denen man zumeist, aus der Einsamkeit der Gedanken in die harte Helle der Rede tretend, die "Erscheinungen" unserer Zeit bespricht, und von ihrer auffallenden Unvermögenheit, sich mit Schöpfungen zu befreunden, die anders sind als jene der landläufigen Vertreter der Künste.

Man findet sie häufig unter den besseren der "Gebildeten". Sie wollen kennen lernen und haben einen regen Sinn für neue Art, begreifen auch schnell und sicher die Darbietungen des jungen Kunsthandwerks, selbst mit der Musik um der Musik willen können sie sich befreunden, nur die Dichtung, als das heitere Spiel mit den Worten, wollen sie nicht annehmen. Sie gehen immer dem nach, was sie den Gedanken nennen, behaupten erst zu geniessen, wenn sie "verstehen" und lassen sich niemals anders als mit einem argwöhnischen Lächeln, das Überlegenheit andeuten soll, über eine Kunst Aufschlüsse ertheilen, die in sich selbst Zweck und Grund, Anfang und Ende hat. Es ist nicht etwa das unverstandene, todtgehetzte Schlagwort l'art pour l'art, das man des weiteren mit einer Kunst für Fachgenossen, mit der Afterbildung der Literatenpoesie in Zusammenhang brachte, von dem hier die Sprache ist; ich will mich bemühen, aufzuzeigen, dass jedes wahrhaftige Werk eines Künstlers Grösseres will, als einem sogenannten Gedanken mit dem Mittel mehr oder minder gut gesetzter Worte zur Deutlichkeit zu verhelfen und dass damit gar nichts Unerhörtes und Gewaltsames einer kleinen Gemeinde von Fremdlingen gemeint ist, sondern dass die echten Künstler aller Zeiten, von Sophokles bis Stefan George, hierin einander verwandt sind, während mit derselben Sicherheit die Ahnenreihe der Nichtkünstler unter den "Poeten" Glied um Glied von den zahllosen Urenkeln bis in die ältesten Zeiten sich verfolgen liesse.

Eine Dichtung – das einfachste Lied und die formvollendetste Tragödie – ist die Antwort des Dichters auf einen Reiz. Der Reiz (das Stimulans) kann ein Gedanke, ein Erlebnis oder ein Wunsch sein. (Ich fasse diese Worte umfänglicher, als sie der Gewohnheit sich darstellen, unter dem Erlebnis z. B. begreife ich auch den Anblick, das Vernehmen durch das Ohr, einen körperlichen Schmerz.)

Der Reiz, den ich als "Wunsch" zu bestimmen mir die Freiheit nahm, ist gegenwärtig in einer Generation feinsinniger "Dilettanten" vorherrschend. (Auch dieses Wort gebrauche ich in seinem höchsten, besten Sinne: es gibt grosse Künstler, die zeitlebens Dilettanten waren und die sich heute stolz so nennen würden; ich denke an Platen, an die Dichter der italienischen Renaissance.)

Wenn den Dichter etwa ein Erzeugnis der bildenden Kunst "anregt", mag der Wunsch ihn reizen, in seinem Stoffe mit dem Marmor zu wetteifern. Wir Mittel- und Süddeutschen, die wir so viele Culturen hungrig in uns aufgenommen, "wünschen", wenn wir Dichter sind, mit diesen Culturen in einem schönen Umfangen zu ringen. Andere – die Nordländer vor allem – werden zumeist von den Erlebnissen bewegt, die eine mitleidlose Natur und harte Menschen an ihnen wirken. Alle diese Dichtungen aber sind etwas anderes als Darlegungen eines vorher gefassten Gedankens, wenn auch Gedanken oft – ich meine etwa Dante, Nietzsche – zwingende Forderungen von Gedichten sind.

Dass kein Gebiet der Poesie völlig "gedankenlos", ohne Sinn und Verstand, sein dürfe, dass die zur Manier und Manie ausartende blosse Aneinanderfügung von Klangwirkungen – der spätere Mallarmé – nicht mehr Poesie zu nennen, sondern als Verirrung übertriebener Gegensatzsucht zu kennzeichnen, jeder klare Beurtheiler das Recht hat, wird hier nicht angezweifelt.

Aber wenn man sich den Vorgang bei der Schöpfung eines Gedichtes vergegenwärtigt, muss man diese Macht, die den Dichter zwingt, als eine fremde Göttin ehrfürchtig hinnehmen und nicht mit den Ansprüchen, die man etwa an eine Anhandlung oder einen Aufruf zu stellen gewohnt ist, an die Äusserung dieser seltsamen Macht herantreten. Wie der Spiegel die Eigenschaft besitzt, das ihm Entgegentretende aufzunehmen und wiederzugeben, so gibt die Seele eines Dichters mit dem Mittel der Worte die Eindrücke wieder, die ihr ein Reiz verursacht.

Und wenn die Verse mancher Künstler schwierig, rhätselhaft und voll Dunkelheit erscheinen, so mag man an die schwierige, räthselhafte und sicher stolze Seele dieser Künstler denken, die sich nicht jeder anderen Menschenseele offenbaren will. Dass nicht jede Dichtung wie der Apfel ist, den man nur ergreifen und anbeissen darf, um Geschmack und Befriedigung zu empfinden, soll man ihr nicht vorwerfen. Es gibt Gerichte, die man erst essen lernen muss. Und wie das Kind allmählich nur den Raum begreifen lernt und anfangs ganz in der Fläche lebt, so mag sich der noch so "gebildete" Büchermensch dieser unruhigen und würdelosen Zeit sagen, dass auch er erst seine an Alltäglichkeiten und Traditionen abgestumpften Organe höheren Dimensionen anpassen gelehrt werden muss, ehe er den ganz unwillkürlichen Äusserungen höher gearteter, ernster Künstler als ein Berufener sich nähern darf, Künstler, denen sich ein Sinn erschliesst, aus Zeichen, in denen er nur stumme, dumpfe Thatsachen zu erblicken gewohnt war.

 

 

 

 

Erstdruck und Druckvorlage

Wiener Rundschau.
Jg. 3, 1898/99, Nr. 7, 15. Februar 1899, S. 171-173. [PDF]

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Wiener Rundschau   online
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Wiener Rundschau   analytische Bibliographie
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Zeitschriften-Repertorien

 

Kommentierte Ausgabe

 

 

 

Werkverzeichnis

Verzeichnisse

Pietzcker, Dominik: Richard von Schaukal. Ein österreichischer Dichter der Jahrhundertwende.
Würzburg: Königshausen und Neumann 1997.
S. 281-289: Bibliographie. Werke Richard von Schaukals.

Stock, Karl F. / Heilinger, Rudolf / Stock, Marylène: Personalbibliographien österreichischer Dichterinnen und Dichter.
Von den Anfängen bis zur Gegenwart.
Bd. 3. 2. Aufl. München: Saur 2002.
S. 1507-1509: Richard Schaukal.



Schaukal, Richard: Verse (1892-1896).
Brünn: Rohrer 1896.
URL: https://archive.org/details/bub_gb_wTZAAAAAYAAJ

Schaukal, Richard: Meine Gärten. Einsame Verse.
Berlin: Schuster & Loeffler 1897.
URL: https://archive.org/details/bub_gb_aHcuAAAAYAAJ

Schaukal, Richard: Tristia. Neue Gedichte aus den Jahren 1897-98.
Leipzig: Friesenhahn 1898.
URL: https://archive.org/details/bub_gb_pI0uAAAAYAAJ

Schaukal, Richard: Tage und Träume. Gedichte.
Leipzig : Tiefenbach, 1899.
URL: https://archive.org/details/bub_gb_cHcuAAAAYAAJ

Schaukal, Richard: Über die Forderung von sogenannten Gedanken in der Dichtung.
In: Wiener Rundschau.
Jg. 3, 1898/99, Nr. 7, 15. Februar 1899, S. 171-173. [PDF]

Schaukal, Richard: Der innere Rhythmus.
In: Revue franco-allemande. Deutsch-französische Rundschau.
Jg. 2, 1900, Nr. 27, 10. Februar, S. 76-77.
URL: http://gallica.bnf.fr/ark:/12148/cb32859722g/date

Schaukal, Richard: Dehmel. Ein psychologischer Versuch.
In: Das Magazin für Litteratur.
Jg. 71, 1902, Nr. 1, 4. Januar, S. 4-5. [PDF]

Schaukal, Richard: Wie ich ward und bin (Einige Notizen).
In: Die Gesellschaft. Münchener Halbmonatschrift für Kunst und Kultur.
1902, Bd. 3, Heft 15/16, [Doppelheft August], S. 209-211.
URL: https://archive.org/details/bub_gb_TfLNAAAAMAAJ

Schaukal, Richard: Arno Holz.
In: Das litterarische Echo.
Jg. 5, 1902/03, Heft 13, 1. April 1903, Sp. 881-887. [PDF]

Schaukal, Richard: Chronique des Lettres Allemandes.
In: La Critique internationale.
Revue mensuelle des livres, des théâtres et des arts. Jg. 2, 1903, Nr. 10, 15. April, S. 8-11. [PDF]

Schaukal, Richard: Lyrische Zeichen der Zeit.
In: Das litterarische Echo.
Jg. 5, 1902/03, Heft 18, 15. Juni 1903, Sp. 1282-1284. [PDF]

Schaukal, Richard: Vollmoeller [Sammelrezension].
In: Wiener Abendpost. Beilage zur Wiener Zeitung.
1903, Nr. 149, 3. Juli, S. 6.
URL: http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=wrz

Schaukal, Richard: Vom Dichter.
In: Wiener Abendpost. Beilage zur Wiener Zeitung.
1903, Nr. 168, 25. Juli, S. 5-6.
URL: http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=wrz

Schaukal, Richard: Die deutsche Litteratur der Gegenwart.
Eine Übersicht über den Stand der belletristischen Publicistik.
In: Das Magazin für Litteratur.
Jg. 72, 1903, Erstes Augustheft, S. 241-244. [PDF]

Schaukal, Richard: Stephan George.
In: Wiener Abendpost. Beilage zur Wiener Zeitung.
1904, Nr. 76, 2. April, S. 8.
URL: http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=wrz

Schaukal, Richard: Das stolze Volk der Übersetzer.
In: Das litterarische Echo.
Jg. 7, 1904/05, Heft 4, 15. November 1904, Sp. 286-287.

Schaukal, Richard: [Rezension zu:]
Assüs, Fitne und Sumurud. Ein Trauerspiel von Vollmoeller. Berlin 1904.
In: Das litterarische Echo. Halbmonatsschrift für Litteraturfreunde.
Jg. 7, 1904/05, Heft 9, 1. Februar 1905, Sp. 664-665. [PDF]

Schaukal, Richard: Der Litterat und der Künstler.
In: Das litterarische Echo. Halbmonatsschrift für Litteraturfreunde.
Jg. 7, 1904/05, Heft 22, 15. August 1905, Sp. 1599-1604. [PDF]

Schaukal, Richard: [Rezension zu:]
Zeitgenössische Dichter.
Uebertragungen von Stefan George.
2 Bde. Berlin 1905.
In: Beilage zur Allgemeinen Zeitung.
1905, Nr. 190, 19. August, S. 333-334.
URL: https://digipress2.digitale-sammlungen.de/

Schaukal, Richard: [Rezension zu:]
Ausgewählte Gedichte von Richard Dehmel.
2. Aufl. Berlin 1905.
In: Das litterarische Echo. Halbmonatsschrift für Litteraturfreunde.
Jg. 7, 1904/05, Heft 24, 15. September 1905, Sp. 1795-1796. [PDF]

Schaukal, Richard: Nachdichtungen.
Verlaine-Heredia.
Berlin: Oesterheld 1906.
URL: https://archive.org/details/bub_gb_CshdAAAAIAAJ

Schaukal, Richard: Heinrich Heine im Olymp. Ein Gespräch.
In: Jugend.
Jg. 11, 1906, Bd. 1, Nr. 7, 8. Februar, S. 130.
PURL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/jugend

Schaukal, Richard: Thomas Mann und die Renaissance.
In: Der Zeitgeist. Beiblatt zum "Berliner Tageblatt".
1906, Nr. 10, 5. März, S. *2.
URL: zefys.staatsbibliothek-berlin.de/list/title/zdb/27646518

Schaukal, Richard: Evolution der Lyrik.
In: Wiener Abendpost. Beilage zur Wiener Zeitung.
1906, Nr. 143, 23. Juni, S. 1-2.
URL: http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=wrz

Schaukal, Richard: Leben und Meinungen des Herrn Andreas von Balthesser. Eines Dandy und Dilettanten.
2. Aufl. München u. Leipzig: Müller 1907.
URL: https://archive.org/details/lebenundmeinung00schagoog

Schaukal, Richard: Literatur. Drei Gespräche.
München u. Leipzig: Müller 1907.
URL: https://archive.org/details/literaturdreige00schagoog

Schaukal, Richard: Neue deutsche Lyrik.
I. Oesterreicher.
In: Die Gegenwart. Wochenschrift für Literatur, Kunst und öffentliches Leben.
Bd. 71, 1907: Nr. 4, 26. Januar, S. 53-54; Nr. 5, 2. Februar, S. 70-72. [PDF]

Schaukal, Richard: Verlaine.
In: Wiener Abendpost. Beilage zur Wiener Zeitung.
1907, Nr. 33, 9. Februar, S. 1-2.
URL: http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=wrz

Schaukal, Richard: Tragisches Epigonentum
(Zu Walter Calés "Nachgelassenen Schriften").
In: Beilage zur Allgemeinen Zeitung.
1907, Nr. 75, 31. März, S. 594-596.
URL: https://digipress2.digitale-sammlungen.de/

Schaukal, Richard: Richard Dehmels Lyrik.
Versuch einer rückblickenden Charakterisierung.
In: Österreichische Rundschau.
Bd. 11, 1907, Heft 2, 15. April, S. 86-103. [PDF]

Schaukal, Richard: Buch der Seele.
München u. Leipzig: Müller 1908.
URL: https://archive.org/details/bub_gb_fKkuAAAAYAAJ_2

Schaukal, Richard: Richard Dehmels Lyrik.
Versuch einer Darstellung der Grundzüge.
Leipzig: Verlag für Literatur, Kunst und Musik 1908.
URL: https://archive.org/details/richarddehmelsl00schagoog

Schaukal, Richard: Rainer Maria Rilke.
In: Nord und Süd. Eine deutsche Monatsschrift.
Bd. 124, 1908, Februar, S. 230-237. [PDF]

Schaukal, Richard: Gegegen das Ornament.
In: Deutsche Kunst und Dekoration.
Bd. 22, 1908, Heft 7, April, S. 12-15.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/dkd
URL: https://archive.org/details/deutschekunstund22kochuoft

Schaukal, Richard: Baudelairiana.
In: Das literarische Echo.
Jg. 10, 1907/08, Heft 23, 1. September 1908, Sp. 1632-1634. [PDF]

Schaukal, Richard: Peter Altenberg.
In: Bühne und Welt. Zeitschrift für Theaterwesen, Literatur und Musik.
Jg. 11, 1908/09, 2. Halbjahr, Heft 15, [1. Mai-Heft 1909], S. 649.
URL: https://catalog.hathitrust.org/Record/009995175

Schaukal, Richard: Kultur.
In: Allgemeine Zeitung. Internationale Wochenschrift für Wissenschaft, Kunst und Technik.
1909, Nr. 17, 24. April, S. 379-381.
URL: https://digipress2.digitale-sammlungen.de/

Schaukal, Richard: Vom unsichtbaren Königreich.
Versuche (1896 - 1909).
München 1910.

Schaukal, Richard: Heimat der Seele. München 1916.
URL: https://archive.org/details/3518665
Vgl. S. 43 u. 47.


Mallarmé, Stéphane: Gedichte.
Zweisprachige Ausgabe. Deutsch von Richard von Schaukal. Mit Nachwort und Anhang.
Freiburg i. Br.: Alber [1947].

Girardi, Claudia: "Alte Schlösser lieb ich...". Mährische Salonkultur am Beginn der literarischen Moderne.
Briefe von Marie von Ebner-Eschenbach und Richard Schaukal.
In: Beiträge zu Komparatistik und Sozialgeschichte der Literatur. Festschrift für Alberto Martino. Hrsg. von Norbert Bachleitner u.a.
Amsterdam; Atlanta, GA: Rodopi 1997, S. 741–778.

Schaukal, Richard: Meine Gärten. Einsame Verse.
Hrsg. von Andreas Wicke und Ingo Warnke.
Mit einem Nachwort von Andreas Wicke.
Siegen: Böschen 2002.

Mann, Thomas: Briefe an Richard Schaukal.
Hrsg. von Claudia Girardi.
Frankfurt a.M.: Klostermann 2003 (= Thomas-Mann-Studien, 27).

 

 

 

Literatur

Brandmeyer, Rudolf: Poetiken der Lyrik: Von der Normpoetik zur Autorenpoetik. In: Handbuch Lyrik. Theorie, Analyse, Geschichte. Hrsg. von Dieter Lamping. 2. Aufl. Stuttgart 2016, S. 2-15.

Höllerer, Walter (Hrsg.): Theorie der modernen Lyrik. Neu herausgegeben von Norbert Miller und Harald Hartung. 2 Bde. Darmstadt 2003.

Huber, Alexander: "Stil ist Wesensausdruck". Bemerkungen zu Richard Schaukals Verständnis von Sprache und Stil. In: Eros Thanatos. Jahrbuch der Richard-von-Schaukal-Gesellschaft 2 (1998), S. 67-92.

Mitterer, Cornelius: Frühgealtert und spätgeboren. Richard Schaukals Dialog mit dem Dichterkreis des Jungen Wien. In: Studia theodisca 21 (2014), S. 45-73.

Mitterer, Cornelius: Richard Schaukal in Netzwerken und Feldern der literarischen Moderne. Berlin 2020 (= Studien und Texte zur Sozialgeschichte der Literatur, 149).

Oesterheld, Christian: "Ein Höhenwanderer zur Seelenklarheit". Richard Schaukal und der Kreis um Stefan George. In: Eros Thanatos. Jahrbuch der Richard-von-Schaukal-Gesellschaft 3/4 (1999/2000), S. 71-88.

Pirro, Maurizio: Richard Schaukals Kulturkritik zwischen Elitismus und Ressentiment. In: Kulturkritik der Wiener Moderne (1890-1938). Hrsg.von Barbara Beßlich u. Cristina Fossaluzza. Heidelberg 2019 (= Beihefte zum Euphorion, 110), S. 49-66.

Ruprecht, Erich u.a. (Hrsg.): Literarische Manifeste der Jahrhundertwende 1890 – 1910. Stuttgart 1970.

Schuhmann, Klaus: Lyrik des 20. Jahrhunderts. Materialien zu einer Poetik. Reinbek bei Hamburg 1995 (= rowohlts enzyklopädie, 550).

Sprengel, Peter u. Streim, Georg: Berliner und Wiener Moderne. Vermittlungen und Abgrenzungen in Literatur, Theater, Publizistik. Wien u.a. 1998 (= Literatur in der Geschichte, Geschichte in der Literatur; 45).

Warum, Claudia: Richard von Schaukal als Übersetzer französischer Literatur. In: Die österreichische Literatur. Ihr Profil von der Jahrhundertwende bis zur Gegenwart (1880-1980). Hrsg. von Herbert Zeman. Bd. 1. Graz 1989, S. 297-316.

Wicke, Andreas: Richard Schaukal und die Lyriktheorie der Jahrhundertwende. In: Modern Austrian Literature 34, No. 3/4 (2001), S. 79-93.

Wunberg, Gotthart (Hrsg.): Das Junge Wien. Österreichische Literatur- und Kunstkritik 1887 – 1902. 2 Bde. Tübingen 1976.

Zanucchi, Mario: Transfer und Modifikation. Die französischen Symbolisten in der deutschsprachigen Lyrik der Moderne (1890-1923). Berlin/Boston 2016 (= spectrum Literaturwissenschaft/spectrum Literature, 52).

 

 

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