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[497] Ich scheine von meinem Ziele mich zu entfernen, indem ich mich diesen Betrachtungen über die Geschichte und ihr Wesen überlasse, allein ich befürchte weniger diesen Vorwurf zu verdienen, als den anderen, Sie, geehrteste Herren, zu ermüden, wenn ich länger dabei verweilen wollte. Die Poesie ist mit der Geschichte verwandt, und wenn sie sich gleich in dem Fortgange der Bildung davon getrennt hat und in der That trennen musste, so hat diese ursprüngliche Verwandtschaft sie oft wieder zusammengeführt und genähert, ja ein inneres Bedürfnis eine Vermischung beider nothwendig gemacht. Haben wir es doch selbst erlebt, dass ein grosser Dichter unserer Zeit die Wahrheit, mit der er sein Leben beschreiben wollte, nicht ohne Beimischung der Poesie erfassen konnte. Nachdem ein gewisses, sicher schreitendes Naturgefühl, das ein Volk in der frischen Jugendzeit zu begleiten pflegt, untergegangen war, ist zum Ersatze die kritische Kunst erwacht, die auf einem andern, wenn auch mühsamern Wege zu der Wahrheit gelangt, welche heutzutage die Grundlage der Geschichte ausmacht. Verschmähen wir darum die Wahrheit jener Zeiten nicht, denn das, was die Geschichtsschreibung unserer Zeit belebt und ihren wahren Erfolg sichert, ist doch zuletzt eine lebendige Anschauung, eine poetische Kraft, die angeboren sein muss und durch die mühevollste Arbeit und Anstrengung nicht kann erworben werden.
Die Poesie ist das erste und einfachste und zugleich das grossartigste Mittel, welches dem Menschen verliehen wurde, um ein hohes Gefühl, eine höhere Erkenntnis auszudrücken. Sie ist die Schatzkammer, in welche ein Volk seinen geistigen Erwerb niederzulegen und zu sammeln pflegt. Sie ist mehr [498] gegen den Einfluss des Zufalls, gegen gewaltsame oder erkünstelte Einmischungen gesichert, als andere Äusserungen und Offenbarungen des menschlichen Geistes, die einen höheren Grad von Selbstbewusstsein und eine kunstreichere Vorbereitung verlangen. Ihnen kann das Fremdartige leichter aufgedrungen, ihre naturgemässe Entwicklung gestört, ihre Richtung von einem äusseren gewaltsamen Einfluss vorgeschrieben werden. Die bildenden Künste werden erst mühsam der Form Meister und müssen lange Zeit in dem Zustande hülfloser Kindheit verharren. Welche mannigfachen Kenntnisse müssen erworben, welche Schwierigkeiten beseitigt werden, bis der Augenblick kommt, wo der Baumeister ein kühn ersonnenes Werk ausgeführt sieht. Welch' eine lange Reihe von Versuchen geht voraus, von mühsamen Beobachtungen, bis das Bild des Menschen, das der Abglanz eines göttlichen ist und seine Abkunft verkündigen soll, die hemmenden Fesseln gesprengt hat, bis die Statue ihre Glieder löst und in freier Bewegung aus dem Marmor oder Erz hervorschreitet. Die Poesie, weil sie sich des einfachen, im Anfange gleich in feiner Vollendung verliehenen Mittels, ich meine jenes Wunders, das in der menschlichen Sprache liegt, bedient, weiss sich in allen verschiedenen Graden und Abstufungen der Bildung auszudrücken und durch das Einfache und Kunstlose, ebenso wie durch die reiche Pracht der kunstreichsten Rede zu dem menschlichen Herzen (zu) reden. Das ist ihr wesentlicher Unterschied vor den übrigen Künsten, der ihr eine grössere Freiheit und Ausdehnung zusichert.
Die Poesie ist lyrisch oder episch, denn die dramatische ist eine in der Regel spätere Ausbildung der epischen und zieht von dieser ihre Nahrung. Von der lyrischen rede ich hier nicht, sie wird kaum von der Geschichte berührt, da sie die unvergänglichen, zu allen Zeiten wiederkehrenden Gefühle des menschlichen Herzens ausspricht. Wie weit sie über die ganze Erde ausgebreitet ist, sie erscheint in naher Verwandtschaft, sie drückt etwas aus, das jedem verständlich ist, und die Gesänge, in welchen der in den Wäldern wandelnde Wilde eines fremden Himmelstrichs seine Gefühle ausströmen lässt, finden einen Anklang in der Brust des Menschen, welchen die Cultur der Jahr[499]hunderte auf eine hohe Stufe gehoben hat. Die lyrischen Gedichte, Lieder z. B. der Serben, gesungen von Menschen, die ihre Muttersprache nie gelesen und geschrieben haben, sind von solcher Zartheit des Gefühls und des Ausdrucks, dass der edelste Dichter unserer Zeit sich ihrer nicht zu schämen braucht. Diese Poesie[en] bedürfen nur eines nicht herabgebeugten, mit aufgerichtetem Antlitz, in natürlichen Verhältnissen wandelnden Menschen.
Anders verhält es sich mit der epischen Dichtung, sie hängt ab oder vielmehr sie erwächst aus den verschiedenartigen Zuständen, in welche die Geschichte ein Volk versetzt, oder damit ich es in einem Worte selbst ausdrücke, sie ist die erste und frühste Geschichte eines Volkes selbst. Alles, was es erlebt hat, sei es nun in wirklichen Ereignissen oder in dem, was der Geist ersonnen oder ausgedacht hat, oder was ihm auf eine unergründliche Weise, die ich mich nicht scheue eine geheimnisreiche zu nennen, ist überliefert worden, das nimmt sie in sich auf. Jene höhere Betrachtung der Ereignisse, die nicht in einer Sammlung des Geschehenen beruht, sondern in einem Ergreifen dessen, was Zeugnis vom Geiste giebt, ist ihr eigen und macht ihr Wesen aus. Sie wandelt sich daher in gleichem Schritte fort, in dem ein Volk fortschreitet, sie nimmt von dem Augenblick Gehalt, Farbe, Gesinnung an, sie hat Bestand in demselben Masse, in welchem das Volk Bestand hat, dem sie angehört, und versinkt mit diesem unwiederherstellbar. Ihre Wahrheit aber ist nur eine geistige und von den Begebenheiten selbst, aus welchen sie zum Theil hervorgegangen (ist, unabhängig) *), sie überschreitet ohne Bedenken die Gesetze der kritischen Geschichte, welche auszubilden der Beruf unserer Zeit ist.
Nicht bestimmt aufgezeichnet zu werden, ja ihrer Natur nach aller Feststellung entgegen, sind ihre Denkmäler viel jünger, als ihr Ursprung, von dem überhaupt nur in dem Sinne kann geredet werden, in welchem wir von dem Anfang einer Geschichte reden. Wir haben endlich eingesehen, dass dieser nirgends kann ergründet werden.
[500] Die Annalen der deutschen Geschichte reichen um Jahrhunderte weiter zurück, als die uns erhaltenen Denkmäler der epischen Poesie. Dennoch wage ich zu behaupten, dass ihr Inhalt selbst älter ist, als jene geschichtlichen Quellen, und dass der Geist, der in ihnen spricht, den Zustand einer Zeit erhalten hat, von dem sonst kein Denkmal redet und den wir ohne sie nicht kennen lernen würden. Im siebenten, vielleicht erst im achten Jahrhundert sind sie aufgefasst worden, nicht einmal in Deutschland selbst sind sie erhalten worden, sondern der Norden, durch seine geographische Abgeschlossenheit und innere Abgeschlossenheit zur Aufbewahrung geschickter, hatte sie sich angeeignet und gleichsam aus Dankbarkeit zurückgegeben. Ich meine hier die epischen Lieder der Edda, welche vor einem Jahrzehend oder etwas länger durch den Druck vor dem möglichen Untergange geschützt und der gelehrten Betrachtung sind überliefert worden.
Was sie uns vor Augen rücken, ist das Bild des germanischen Lebens aus der heidnischen Zeit, als die Römer und ihre Bildung noch keinen Einfluss geäussert hatte[n], mit allen Vorzügen, welche die kräftige und ungestörte Entwickelung eines so eigenthümlichen und ursprünglichen Volkes, wie das deutsche ist, darbietet, aber auch mit dem, was ein Zeitalter Furchtbares hat, das noch nicht von der Religion des Christenthums gemildert ist. Und mit welcher Wahrheit, Lebendigkeit und Frische thun sie das. Zuerst als Grundlage des bürgerlichen Lebens finden wir eine hohe Verehrung der Heldengeschlechter, wie sie aus dem Glauben hervorgieng, dass sie ihren Ursprung von den Göttern selbst herzuleiten berechtigt seien. Aus dieser Verehrung, die zunächst dem eigenen Geschlechte zu Theil wird, entspringt ein anderes Gefühl, das wir Selbstsucht nennen würden, das aber für jene Zeit anders beurtheilt werden muss. Es ist die Überzeugung, dass jeder, der in einem solchen Geschlecht geboren wird, verpflichtet sei, die Reinheit, die ihm innewohnende Göttlichkeit und den Glanz, von dem es mehrmals heisst, dass er nur mit dem Untergang der Welt selbst erlöschen werde, (um jeden Preis zu erhalten). Dies ist die Blutrache, welche hier mit voller Macht herrscht. Sie ist die Grundlage jener [501] epischen Lieder, der Mittelpunkt, aus welcher die Begebenheiten sich entwickeln. Herrliche Menschen zernichten sich gegenseitig mit unerbittlicher Strenge und genügen ihrer Pflicht mit Aufopferung alles dessen, was ihnen werth ist; ja die innigste Liebe muss dem gebotenen Hasse weichen. Die Gesänge schliessen mit dem völligen Untergange der in den Kampf verflochtenen Geschlechter. Nahe an heroische Tapferkeit und erhabene Grösse grenzt die wilde und ungebändigte Grausamkeit des Heidenthums, das Tragische dieser Grundlage tritt ebenso deutlich hervor als das Entsetzliche und Greuelhafte, welches darin liegt. Wie sehr eine solche Grundansicht unserer Gesinnung entgegensteht und uns davon entfernt, so werden (wir) doch wieder zu diesen Liedern durch eine andere Eigenschaft, die sich darin kund thut, hingezogen. Die sittliche Natur, die sie in anderer Hinsicht als das Eigenthum des deutschen Volkes zeigen, entspricht dem, was wir noch jetzt gern zu den Vorzügen unseres Volkes zählen, Liebe, Treue, ausharrende Tapferkeit, ein ungebeugter Muth und jene Erhebung, die, wie wir vorhin sagten, durch das Herannahen der höchsten Noth erregt (wird), gleich als wenn die Gefahr erst aus einem gewissen Hinträumen den deutschen Geist völlig erwecken könne -, diese Tugenden erscheinen auch in diesem Epos und zwar in der Stärke und Kraft einer jugendlichen Heldenzeit. Es scheinen die Eigenschaften des deutschen Volkes zu sein, die hervortreten, wenn es von dem Feuer der Geschichte gereinigt wird.
Die Darstellungsweise entspricht ganz dem sittlichen Charakter dieser Lieder. Nicht in gleichförmig fortschreitender Erzählung wollen sie neugierige Zuhörer von den Begebenheiten der Vorzeit unterrichten. Ihnen fehlt die redselige Fülle, die in Homers Gedichten uns entzückt, uns auf dem sanft fortgleitenden Strome der Erzählung fortgleiten lässt und in eine behagliche Stimmung versetzt. Die Edda setzt den Inhalt der Sage als bekannt voraus und schreitet gleichsam nur über die Bergeshöhen der Fabel, aber indem sie diese in das volle Licht der Dichtung setzt, weiss sie uns auf das Heftigste zu bewegen, und ganz dem griechischen Dichter entgegengesetzt, reizt sie auf, statt zu sänftigen und zu beruhigen.
[502] Als das Christenthum nicht bloss in äusseren Formen angenommen war, sondern den Geist des deutschen Volkes durchdrungen hatte, konnte das heidnische Epos nicht länger in dieser Form bestehen. Statt der Blutrache und des übermüthigen Glaubens an eine unter die sterblichen Menschen vertheilte Göttlichkeit lehrte es den Feind lieben und gebot Demuth und Erkenntnis der angeborenen Hinfälligkeit. Es [das Epos] *) war zu Carl des Grossen Zeiten noch vorhanden, aber es fieng schon an in Verfall zu gerathen, welches wir aus der Sorge schliessen, mit welcher er es durch die Schrift aufbewahren wollte. Wie seine Umwandlung von Statten gieng, wissen wir nicht, durch fünf Jahrhunderte ist kein Denkmal aufbewahrt worden, an welchem wir die Übergangsformen beobachten könnten, obgleich deutliche Zeugnisse über seine Fortdauer keinen Zweifel übrig lassen. Wir würden deutlicher die Fortbildung des deutschen Geistes erkennen, wenn uns aus der ernsten, strengen und einfachen Zeit der Ottonen eine Auffassung der alten Sage wäre erhalten worden. Glücklich ist ein Volk, das, wenn in dem Fortschritt der Zeit die alten Formen nach und nach zusammensinken und sich selbst zertrümmern, Kraft und Tüchtigkeit in ein neues Saeculum rettet und von der Gewalt des Geschickes nicht genöthigt wird, das zerstörte Haus in seinen Fundamenten wieder neu zu errichten.
Erst im Anfange des 13. Jahrhunderts erscheint die fast tausendjährige Sage in einer neuen und ausgezeichneten Gestalt, gleichsam um vor dem völligen Erlöschen noch einmal in hellem Glanze zu leuchten. Welche Umwandlung hat sie erfahren! In ihrer Grundlage zwar noch kenntlich, aber doch gestört, ist der einfache Zusammenhang getrübt, manchmal ganz verschwunden und von den Fäden eines neuen Gewebes übersponnen und bedeckt. Neue Bestandtheile hat sie aufgenommen, die bis zu einem gewissen Grade mit den frühern verwachsen sind, aber doch die verschiedene Wurzel erkennen lassen. Der Geschichte hat sie sich genähert und spätere anerkannte Helden an die Stelle der frühern treten lassen und beide zu einem einzigen [503] verschmolzen, wie etwa zwei verschiedenartige Stammvölker sich vermischen und zu einem einzigen werden. So erscheint jetzt Attila und sein weltbeherrschender Einfluss, an dessen Platz in der früheren Bildung nur das Haupt einer angesehenen Familie gestanden hatte. Die Blutrache konnte das Mittelalter nicht mehr anerkennen, aber die Thaten, die sie in der Sage veranlasste, waren übrig geblieben. Jetzt versucht die Dichtung ihnen eine neue Grundlage zu verschaffen, aber sie schwankt und die Unsicherheit zeigt, dass es über ihre Kräfte geht. Eine allgemeine Verwüstung und der Untergang aller Helden will sie durch die Liebe erklären, welche ein treues Weib antreibt, den Mord ihres geliebten Gemahls durch den Untergang seiner Feinde zu bestrafen.
Auch jener berühmte ostgothische Theodorich der Grosse, von dem die frühere Dichtung nichts wusste, hat jetzt eine Stelle in dem Cyklus erhalten. In ihm aber äussert sich vorzugsweise die vorhin bemerkte Eigenthümlichkeit der deutschen Natur. Bei dem grossen Kampfe, der vor seinen Augen beginnt und in den er befreundete und verwandte Geschlechter verwickelt sieht, erscheint er als Zuschauer mit einer Unbeweglichkeit und scheinbaren Gleichgültigkeit, bis endlich der Augenblick kommt, wo er selbst verletzt und beleidigt nicht länger antheillos bestehen kann. Er entwickelt nun eine Kraft, die ihn höher stellt als alle andern Mitkämpfer. Er bleibt Sieger, aber nicht ein freudiger, denn auch seine Helden sind alle mit in das allgemeine Verderben gerissen worden, und er allein scheint nur übrig geblieben zu sein, um es beweinen zu können.
Die Darstellung zeigt alle Vorzüge der ausgezeichneten geistigen Bildung, welche dem 13. Jahrhundert eigen war. Die frühe[re] Herbheit und Strenge ist durch eine reiche und behagliche Breite ersetzt und die Einfachheit, das Ansprechende und die Süssigkeit der Rede ist so gross, dass sie an die Homerische Anmuth erinnert; ich spreche hier nicht meine Meinung aus, sondern ich wiederhole, was Männer wie Joh. Müller und Niebuhr geurtheilt haben.
Die Fähigkeit, ein nationales Epos hervorzubringen, scheint einer gewissen Zeit eigen zu sein, und zum zweiten Male nicht [504] wieder hervorzukommen, wie in der organischen Natur die Bildungskraft erkaltet und Geschlechter verschwinden, aber keine neue entstehen. Noch schwache Versuche wurden, nachdem jene Höhe erreicht war, gemacht, bis jene Kraft gänzlich erstarb.
Vor uns liegt ein anderer Weg, welchen die wiedererwachte Wissenschaft uns zeigt. Die kritische Kunst ward geboren und ihr Beruf, die Wahrheit durch Scheidung und Sonderung zu gewinnen und Poesie und Geschichte streng zu scheiden, ist an sich ehrwürdig und vergilt der Geschichtschreibung, was sie auf einer Seite verloren hat, durch grosse und unvergängliche Vorzüge.
Wie könnte ich aber von dem Werthe der Wissenschaft reden und der Herstellung der kritischen Geschichte, ohne des grossen Einflusses zu gedenken, welchen unsere Universität darauf gehabt hat. Indem mir die Ehre zu Theil wird, der edlen Versammlung, welche in diesem Augenblick die Universität auf eine so glänzende Weise darstellt, beigezählt zu werden, fühle ich mich beschämt und ich kann dieses Gefühl nur durch den festen Vorsatz und das feierliche Versprechen besiegen, nach meinen besten Kräften mich dieser Ehre würdig zu machen.
Doch schwach und nichtig sind menschliche Bemühungen, wenn wir Gottes Beistand nicht erbitten.
[Die Anmerkungen stehen als Fußnoten auf den in eckigen Klammern bezeichneten Seiten]
[499] *) [Das in runder Klammer Stehende ist im Manuscript durchgestrichen.]
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[502] *) [Der vorige Satz ist am Rande eingeschoben.]
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Erstdruck und Druckvorlage
Wilhelm Grimm: Kleinere Schriften.
Herausgegeben von Gustav Hinrichs.
Bd. 1. Berlin: Dümmlers Verlagsbuchhandlung 1881, S. 497-504.
Die Textwiedergabe erfolgt nach dem ersten Druck
(Editionsrichtlinien).
Datierung (1812) nach Polheim 1972, S. 344.
URL: https://books.google.fr/books?id=SxSu0AEACAAJ
URL: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:061:1-84266
URL: https://mdz-nbn-resolving.de/bsb11736666
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Edition
Lyriktheorie » R. Brandmeyer