Johannes Schlaf

 

 

Zur Entwicklung der lyrischen Technik

 

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Es ist unzweifelhaft, dass wir heute in einer Periode kunsttechnischer Revolution stehen. Besonders deutlich ist diese Thatsache letzthin auf dem Gebiete der Lyrik zu Tage getreten, und vielleicht auch am kennzeichnendsten für diese ganze technische Entwicklung der modernen Kunst, die von ihren Anfängen her wohl mehr oder weniger unter dem Zeichen des Flaubert'schen "L'art pour l'art" steht.

Es soll hier nun nicht meine Aufgabe sein, ein Bild und eine Charakteristik der neuen Technik zu entwerfen; ich will mich vielmehr lediglich darauf beschränken, angesichts namentlich dieser und jener neuerlichen Erscheinungen und Theoreme auf dem Gebiete der Lyrik, daran zu erinnern, wie eine neue Technik organisch sich entwickelt.

In dieser Hinsicht uns zu belehren, brauchen wir nur bis zum Sturm und Drang am Ausgange des vorigen Jahrhunderts, bis zur Geburtszeit unserer neuen deutschen Wortkunst zurückzugehen.

Seinen classischen Ausdruck scheint mir das innerlich treibende und neuschöpferische Princip jener Epoche so recht in den bekannten Worten Fausts an Wagner gefunden zu haben:

"Such er den redlichen Gewinn!
Sey er kein schellenlauter Thor!
Es trägt Verstand und rechter Sinn
Mit wenig Kunst sich selber vor:
Und wenn's euch Ernst ist, was zu sagen,
Ist's nöthig, Worten nachzujagen?
Ja, eure Reden, die so blinkend sind,
In denen ihr der Menschheit Schnitzel kräuselt,
Sind unerquicklich wie der Nebelwind,
Der herbstlich durch die dürren Blätter säuselt!"

Es sind alte, müde Zeiten, in denen das "Wie?" in der Kunst über das "Was?" gestellt wird, die Technik über den Gehalt. Der Geist einer Epoche hat seine Triebkraft erschöpft, das Raffinement der Schöngeister und Alexandriner, der ästhetischen Gourmands kommt an die Reihe; die Technik wird zum A und O der Kunst.

So stand es in den Zeiten der Bodmer, Ramler und Hagedorn, als der Geist Rousseaus und der grossen französischen Revolution, der Geist Shakespeares, Ossians, Youngs und des Lawrence Sterne unserer deutschen Dichtung, ein neues, frisches und treibendes Leben brachte. Empfindung und Temperament, "Verstand und rechten Sinn" mit "wenig Kunst" sich selbst vortragen zu lassen, wurden die befreienden Losungsworte und bezeichneten die Zone, in der die neuen, lebentreibenden Bildungskräfte mit ungestüm elementarer Gewalt hervorbrachen und den artigen Spielereien der Rococotechnik den Garaus machten.

Und gerade eine Zeit, der Worte wie Kunst und Technik geradezu odiös und die Sturm, Drang, Revolution eines neuen mächtigen Lebensinhaltes ist, wird die Zeit einer neuen grossen Kunst und der Geburt einer neuen lebendigen Technik, eines neuen "Wie"?, das nichts anderes, als der Temperaturgrad des neuen Elans und der zwingend hinreissenden Gewalten des neuen übermächtigen Culturgeistes; eine Zeit, welche die intimste Freiheit und organische Verknüpfung des "Wie"? und des "Was"? in der Kunst auf das anschaulichste darthut; eine Zeit, die nichts von irgend welchen Ismen weiss, die ihnen vielmehr der natürlichste und unerbittlichste Feind; eine herrliche Epoche, die bei allem natürlichen und gesunden Selbstbewusstsein und drängenden Individualitätsgefühl doch frei von jeder Selbstgefälligkeit, im Steam eines neuen elementaren Lebensgefühles niemals die eitle Prätension aufstellt, dass sie Neues, Unerhörtes und noch nie Dagewesenes biete und es dennoch hervorbringt.

Es ist selbstverständlich, dass mit alledem nicht der Anarchie gewisser kraftgenialischer Geberden das Wort geredet werden soll; Arbeit und Selbstbezwingung werden immer wieder gerade die kraft[278]vollsten und reichsten, die dauerndsten Individualitäten zu harmonischer Entfaltung bringen; aber wollen wir uns das alles recht dringlich vergegenwärtigen, so werden wir vielleicht zu einer richtigen Schätzung unserer heutigen Bestrebungen gelangen und wohl auch gewahren, woran es uns augenblicklich in einer Zeit mangelt, in der die Ismen einen wahren Hexensabbath feiern, und die das Wort Technik so aufdringlich und selbstgefällig im Munde führt.

Gerade in unseren Zeiten der Reclame wird auch in der Kunst so viel als neu, unerhört und noch nie dagewesen aufdringlich ausposaunt, mit dem es, bei Licht besehen, denn doch so seine Bewandtnis hat; und es zeigt sich eine Sucht, "alte Formen" zu zertrümmern, die hie und da geradezu etwas von der bornierten Einsichtslosigkeit einer Autodidaxis hat, der eine organisch-geistige Durchbildung abgeht. – Man hört heute viele, welche in der Lyrik z. B. die Anwendung des Reimes als antiquiert ansehen, wenn ein gewisser Jargon sie nicht bereits als geradezu "idiotisch" bezeichnet; und mancher ist heute der unglaublichen Ansicht, es könne eine Kunstform möglich sein, die ein unüberbrückbarer Abgrund von aller bisherigen Entwicklung trenne. Noch immer aber ist Entwicklung organische Entfaltung, in der sich ein Phänomen mit dem anderen durch mehr oder minder deutliche Übergänge verknüpft, und es ist nicht viel mehr als ein Taschenspielerkunststück des spintisierenden Gehirns, wenn heute hie und da Kunstformen zu Stande gebracht werden, welche prätendieren, in dieser Beziehung das Unmögliche möglich gemacht zu haben.

So kann es in der Lyrik unmöglich darauf ankommen, z. B. den Reim zu beseitigen; so erschöpft seine Mittel auch erscheinen mögen, eine starke Individualität wird es dennoch jeden Augenblick zuwege bringen, wieder und noch einmal "Liebe" und "Triebe" in einer Weise zu reimen, vor der jede Kritik des nörgelnden Pedantismus verstummt. Es wird ferner nicht darauf ankommen, die alten Rhythmen durch einen neuen unerhörten, noch nie dagewesenen und allernatürlichsten Normalrhythmus zu beseitigen; eine starke Persönlichkeit kann jeden Augenblick darthun, dass ihre Wirkungskraft noch lange nicht erschöpft und in einem gewissen Sinne unerschöpfbar ist. Unsere ganze neuerliche Kunst und Ästhetik duftet hier viel zu sehr und bedenklich nach Atelier und Experiment. Es lässt sich einzig sagen, sie werden sich entwickeln mit der künstlerischen Persönlichkeit, mit dem ästhetisch-ethischen Activum, das sie bedeutet und in mannigfach individueller Weise. – Möglich, dass z. B., wie sich der Reim der ersten christlichen Hymnendichtung aus der Assonanz der Antike auf diesem Wege entwickelte, hie und da Ansätze zu neuen künstlerischen Formen, die einen einschneidenden und epochemachenden Neucharakter tragen, auch heute vorhanden sind; forcieren wird sich hier aber nichts lassen, und es ist gerade gegenwärtig unser Fehler, dass wir hier so viel forcieren wollen.

Die Entwicklung, die neuerdings der freie Rhythmus bei uns genommen, ist sicher so interessant wie bedeutsam; entschieden sind seine Mittel und Möglichkeiten in bisher unerhörter Weise vervielfältigt, um- und ausgestaltet; aber zu behaupten, dass sie im Grunde mehr und etwas anderes bedeute, als eben eine Entwicklung des freien Rhythmus, ist eine bedauerliche ästhetische Verirrung.

Alles in allem aber: Anfang, Mitte und Ende aller Kunst ist nach wie vor die Individualität, und zwar diejenige, die den stärksten, mächtigsten und nothwendigsten Gefühls- und Gedankengehalt am eindringlichsten darzustellen, zur mächtigsten Suggestion zu bringen vermag, mit welchen Mitteln, ist und bleibt ihre Sache.

In diesem Sinne, aber nur in ihm, werden wir heute in unserer Lyrik auch diese und jene Erscheinung gelten lassen können, deren übrige Prätensionen theoretisch-ästhetischer Art lediglich von bedauerlicher, jedenfalls nebensächlicher Bedeutung sind.

 

 

 

 

Erstdruck und Druckvorlage

Wiener Rundschau.
Jg. 3, 1898/99, Nr. 12, 1. Mai 1899, S. 277-278. [PDF]

Die Textwiedergabe erfolgt nach dem ersten Druck (Editionsrichtlinien).


Wiener Rundschau   online
URL: https://archive.org/advancedsearch.php
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Wiener Rundschau   analytische Bibliographie
URL: https://de.wikisource.org/wiki/Wiener_Rundschau

 

 

Zeitschriften-Repertorien

 

 

 

Werkverzeichnis


Verzeichnis

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Ein Beitrag zur Neubestimmung des Naturalismus-Begriffs und zur Herleitung totalitärer Denkformen.
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URL: https://catalog.hathitrust.org/Record/000061659

Schlaf, Johannes: Expressionismus.
In: Der Merker. Österreichische Zeitschrift für Musik und Theater.
Jg. 9, 1918:
Heft 7, 1. April, S. 240-244
Heft 8, 15. April, S. 279-281
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URL: https://catalog.hathitrust.org/Record/000061659

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Whitman, Walt: Grashalme.
In Auswahl übertragen von Johannes Schlaf.
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Literatur

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