Friedrich Hebbel

 

 

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[Rezension]

 

Gedichte von Franz Dingelstedt.
Zweite Auflage. Stuttgart und Augsburg. J. G. Cotta'scher Verlag. 1858.

 

Jedes Volk hat sein Lied, und hält den ursprünglichen Ton fest, bis es verstummt. So hat auch unsere deutsche Lyrik, wie lianenhaft üppig und bunt sie sich auch durch die Jahrhunderte hinschlingen mag, sich in ihren Elementen nicht verändert. Gleich weit entfernt von englischer Schwerfälligkeit wie französischer Leichtfertigkeit und italienischer Spitzfindigkeit, war sie von jeher das Product einer naiven Hingebung an die Dinge und einer etws nüchternen Reflexion über sie. Unsere Dichter zerfallen nach dem Ueberwiegen des einen oder des andern dieser Elemente in zwei getrennte Familien, die jedoch den gemeinschaftlichen Grundstamm keinen Augenblick verläugnen können. In Goethe's Poesie der süßesten Unmittelbarkeit mischen sich, wie oft schon bemerkt und nicht selten sogar getadelt wurde, die härtesten realistischen Züge; um für den Himmel, dessen Seligkeit er mit einer Engelszunge verkünden will, Glauben zu finden, stößt er die Leiter, mittels deren er ihn erklomm, nicht zurück, sondern zieht sie nach, und zählt uns ihre Sprossen vor. Umgekehrt weiß Schiller für die kühnsten Flüge seiner Speculation noch immer das menschliche Gemüth zu erwärmen, und ihm ein Gefühl einzuflößen als ob es sich in den goldenen Wolken, zwischen denen er wonnetrunken und der Erde vergessend wandelt, auch säen und ernten ließe; er gewinnt sein Ideal durch die Verklärung des natürlichen Zustandes, nicht durch die unfruchtbare Nihilirung desselben, und gelangt zur Verklärung durch simples Zurückgehen aufs Gesetz, in welchem Sollen und Können denn doch zuletzt auch zusammenfallen. Diese wunderbare Mischung des Allgemeinen und des Besondern, die das eine beständig zur Probe des andern macht, und die Blutbildung vielleicht um ihr brennendstes Incarnat bringt, sie dafür aber auch vor der Verwässerung schützt, ist freilich zunächst ein Resultat unserer tiefsinnigen Sprache. Denn diese will, wie kaum eine zweite, überall das Werden veranschaulichen, sie knüpft unermüdlich und unablässig Blüthe und Wurzel zusammen, und muß darum auch die Uebergänge und die Bedingungen, unter denen sie allein zu Stande kommen, unverrückt im Gesicht behalten. Aber die Sprache ist, um weiter zurückzugreifen, ja auch eben der erste und unver[3618]fälschteste Ausdruck der Nationalität, und kann nichts abspiegeln was nicht in ihr liegt.

Jedes Volk hat sein Lied, und hält den ursprünglichen Ton fest; allein jede Zeit variirt ihn auf eine eigenthümliche, ihren Bedürfnissen entsprechende Weise. Der deutsche Singvogel wird immer ein Blatt des Baums mit in die Höhe nehmen von dem er sich aufschwingt; aber heute ist es die Eiche des Donnergottes, und morgen ist es Holda's Linde auf der er sitzt. Anders klingt ein Schlachtgesang, und anders ein Kirchen-Choral, oder ein weicher Empfindungslaut der Liebe, wenn auch alle drei durch das ihnen gemeinsame Wechselspiel von Naivetät und Reflexion eng mit einander verwandt sind. Ob es aus dur oder aus moll geht, das hängt von den geschichtlichen Erregungen der Nation, ja zum guten Theil, bei der innigen Verbindung aller Culturvölker unter einander, von der Stimmung der Welt ab. Dieß muß man vor allem beachten, wenn man unsere Lyrik und unsere Poesie überhaupt in ihrer Weiterentwicklung begreifen und gerecht gegen sie seyn will. Man kann in Deutschland nicht länger Veilchen begießen, oder sich in den farbigen Schmelz des Schmetterlingsflügels vertiefen, während man in Frankreich und England den Gesellschaftsvertrag untersucht und an allen Fundamenten des Staats und der Kirche rüttelt. Das ängstliche Gefühl das sich an eine solche Untersuchung knüpft, die wenigstens scheinbare Unsicherheit aller Zustände die daraus hervorgeht, verbreitet sich in raschen Schwingungen über ganz Europa, und erstickt, wie die unheimlichen Zuckungen eines Erdbebens, zunächst die fröhlichen Stimmen die aus kindlicher Brust in Dank und Jubel zum Festgelage des Lebens erschallen, macht sich dann aber selbst Luft. Das sind Zeiten in denen Hamlet seine Auferstehung in irgendeiner neuen Gestalt zu feiern pflegt, und er läßt selten lange auf sich warten.

Lord Byron ist der Hamlet des Jahrhunderts. Keiner hat es in der Kunst an der Sonne nur die Flecken zu sehen, und in der Erde nur das Gewirr und die wüsten Todtengebeine zu erblicken, vor den belebenden Strahlen aber die von oben kommen, so wie vor dem frischen Grün das sie unten erwecken, fest und dicht die Augen zu verschließen, so weit gebracht wie er. Für mich steht er in der englischen Litteratur nicht einsam da. Er ist der letzte, aber freilich unendlich gesteigerte Ausläufer der Marlowe, Green, Webster u. s. w., wie auf der entgegengesetzten Seite sein Zeitgenosse Walter Scott in seiner heitern, unversieglichen Lebensfülle ein letzter Schößling des Shakespeare, und er kann in dem Sinn sogar für einen Nationaltypus gelten, als gerade der Engländer, wie so viele wunderliche Selbstmorde und verwandte Erscheinungen beweisen, trotz der allgemeinen Gesundheit des Stammes, zu einer Art von Hypochondrie geneigt ist, die von den sonst bekannten Formen dieser Krankheit so ganz und gar abweicht, daß er sich genöthigt sah einen aparten Namen dafür zu erfinden. Ich bin auch weit davon entfernt dem Byron'schen Weltschmerz, obgleich ich ihn zum Theil auf den Nationalspleen zurückführen zu müssen glaube, die subjective Wahrheit abzusprechen, oder gar ihn lieblos zu bespötteln. Töne wie sie ihm zu Gebot standen, werden nicht erheuchelt, und es ist ein sehr wirkliches, ein sehr handgreifliches Unglück, wenn ein Mensch Licht und Luft anders verlangt als sie nun einmal sind; es ist eben so schlimm als wenn er das "Uebel" oder die Wasserscheu bekäme, und das Widerwärtige und Verächtliche stellt sich erst mit den Nachäffern ein, mit den Leutchen die, innerlich seelenvergnügt daß der Frühling sein grünes Kleid nicht abwirft, ihm bloß darum ein rothes wünschen weil der geniale Brocke es ihm gewünscht hat. Ich lasse es ebenfalls ununtersucht ob sein Zustand aus dem Mangel an Selbstregime hervorgieng, wie es allerdings scheinen könnte, oder ob dieser Mangel an Selbstregime nicht vielmehr selbst schon das Product einer fehlerhaften Organisation war. Aber Shakespeare würde in seiner berühmtesten Tragödie ein schlechtes Stück geliefert haben, wenn er Hamlet das letzte Wort darin gelassen hätte, und um die Welt wird es immer bedenklich stehen wenn Hamlet mit sprechen darf. Darum war die maß- und gränzenlose Schwärmerei für Byron, obgleich keineswegs unnatürlich, sondern aus den Verhältnissen gar wohl zu erklären, ein höchst wichtiges pathologisches Zeichen.

Das in allen seinen Tiefen aufgeregte Europa machte in dieser Schwärmerei eigentlich dasselbe Hamlet-Fieber durch welches Deutschland in den siebziger Jahren geschüttelt, und das sich im Werther entladen hatte. Wir unsererseits wurden nicht mehr so stark davon berührt, weil es eben nur noch als Recidiv auftrat. Bitterer sonst wurde der Weltschmerz dießmal nur in Nikolaus Lenau, und er fiel denn auch als Opfer seiner traurigen Verwechselung der Lupe, die denn doch nur in einzelnen Momenten zur Hand genommen seyn will, weil sie das Detail auf Kosten des Ganzen hervorhebt, und keinen freien Ueberblick gestattet, mit dem Auge, das die wohlthätige Natur dem Menschen mit auf den Weg gegeben hat. Bei unserem Heinrich Heine dagegen, der sich eine gute Weile als Conductführer und Leichenmarschall des jüngsten Tages gebärdete, gieng der "große Riß," über den er jammerte, nicht einmal durch die Weste, geschweige durch das Herz; er brauchte so wenig den Schneider als den Chirurgen zu bemühen, und er zeigte auch bald genug durch die Grimassen die er schnitt, wie es mit dem schwarzen Frack und mit den Trauerflören um Hut und Arm gemeint gewesen war. Aber eben weil der Ernst fehlte, war unsere Weltschmerzperiode eine der widerlichsten unserer ganzen Litteraturgeschichte, und verdient im vollsten Maß die Züchtigung die ihr seitdem zu Theil geworden ist. Dennoch blieb sie nicht ohne Frucht, sie hatte doch den Gesichtskreis erweitert und den Blick geschärft, und man fand nach und nach den Uebergang vom Abstracten zum Concreten, von den Sonnenflecken die uns nicht kümmern, zu den Spinnwebsfäden die uns die Fenster verdunkeln. Dieß war das entschiedene, vielleicht noch nicht genug gewürdigte Verdienst unserer politischen Dichterschule, vor allen aber Franz Dingelstedts, der ihr durch seinen "Nachtwächter" erst die poetische Weihe gab. Diese werkwürdige Production, die bedeutendste von allen hieher gehörigen und fast die einzige von bleibendem Gehalt, unterschied sich nämlich dadurch von den übrigen daß sie, weit entfernt sich im Ausspinnen allgemeiner Ideen-Phantome oder im Construiren von oben herab zu gefallen, sich kühn und muthig auf die Erscheinungen warf, und diese mit sichrer Hand ins rechte Licht rückte. Darum zündete sie überall, und sogar bei denen die, wie es dem Referenten selbst ergieng, der Richtung keineswegs hold waren, die sich aber aufrichtig freuten durch das epigrammatisch zugespitzte Bild doch endlich von der luftigen Phrase erlöst und wieder auf festen Boden gestellt zu werden. Ich wiederhole hier einfach was ich schon vor fünfzehn Jahren aussprach, und ich kann zur Charakterisirung, wie zur Empfehlung der ausgewählten Gedichtsammlung, die uns jetzt vorliegt, nichts besseres sagen als daß der Dichter diesem Grundzug seiner Natur vollkommen treu geblieben ist. Mit ganzer Seele der modernen Welt und der Gegenwart zugewandt, gleicht er bald der Biene welche einer Blume, die unter wankenden Ruinen blüht, noch im Moment des Zusammensturzes den letzten Honig entsaugt, und bald dem Raben welcher das dem Tode verfallene Leben prophetisch und drohend umkreist. Der Rausch, der in unsern Tagen die reine Freude und das stille Entzücken so oft vertreten muß, ist nie hinreißender geschildert worden als in dem "Roman;" das sociale Zerwürfniß aus dem er entspringt, und das übrig bleibt wenn man auch alle Pessimisten und Utopisten mit ihren Litaneien und Theoremen davonjagt, aber auch nie furchtbarer als in dem Nachtstück aus London. Hier haben wir denn auch gleich die beiden Grundelemente der deutschen Lyrik beisammen: das naive Aufjubeln in einer trunkenen Stunde und die gewissenhaftgründliche Reflexion über das Woher und Wohin. Zuweilen machen sie sich in einem und demselben Gedicht geltend, wie z. B. in den Eidgenossen; dann hat man ein Gefühl als ob ein anmuthiger Traum von dem zu früh erwachten Schläfer bei der Nachtlampe fortgesponnen würde, und das ist nicht behaglich. Doch es handelt sich hier nicht um Splitterrichterei, sondern um Fixirung des Totaleindrucks, und dieser ist eben so eigenthümlich als nachhaltig, wenn auch keineswegs, wie es im "Epilog" heißt, salon- und pensionsmäßig. Um einzelnes hervorzuheben, so muß ich das "Niederländische Seestück" als die vortrefflichste und erschütterndste moderne Ballade bezeichnen die ich kenne. Der "Todtentanz zu München," nicht der Holbeinische, sondern der von der Cholera während der Industrie-Ausstellung aufgeführte, reiht sich ihr in seiner ersten Nummer würdig an. Unter den "Irrfahrten" gehören: "Am Scheidewege," "Dämmerstunde" und "Ein dunkles Blatt" zum zartesten was die neuere Litteratur besitzt, und die Lieder aus der "Fremdenlegion," besonders "der Pechvogel aus Kurhessen," ringen mit dem Besten aus dem "Kosmopolitischen Nachtwächter" um den Kranz der Frische und der Schärfe. Der Romantik geht der Sänger aus dem Wege; sie jedoch nicht ihm, denn "Herbstlied," "Rosenmärchen" und "Astern" wird die Litteraturgeschichte mit zu ihren reizendsten Gaben rechnen müssen. Aber es ist überhaupt charakteristisch an ihm daß er oft, und zu oft, an den Nachtwandler erinnert, der sich selbst anruft, und deßhalb, trotz des schönsten Mondenscheins, Gefahr läuft vom Dach zu stürzen. Doch auch das hat seinen tieferen Grund in der ihm an- und eingeborenen Richtung auf das Moderne. Eine Welt, die noch selbst nicht weiß ob und wieweit sie an sich glauben darf, kann auch keinen Dichter erzeugen der den Glauben nicht zuweilen verlöre.

 

 

 

 

Erstdruck und Druckvorlage

Allgemeine Zeitung.
1858, Beilage zu Nr. 223, 11. August, S. 3617-3618.

Gezeichnet: F. H.

Die Textwiedergabe erfolgt nach dem ersten Druck (Editionsrichtlinien).


Allgemeine Zeitung   online
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Kommentierte und kritische Ausgabe

 

Das rezensierte Werk

 

 

 

Werkverzeichnis


Verzeichnisse

Jacob, Herbert (Bearb.): Deutsches Schriftstellerlexikon 1830 – 1880.
Bd. H. Berlin: Akademie Verlag 2003.
S. 275-299: Art. Hebbel.

Wütschke, Johannes: Hebbel-Bibliographie. Ein Versuch.
Berlin: Behr 1910
(= Veröffentlichungen der Deutschen Bibliographischen Gesellschaft, 6).
URL: https://archive.org/details/hebbelbibliograp00wtuoft
S. 5-59: Chronologisches Verzeichnis der Erstdrucke von Hebbels Werken.



Hebbel, Friedrich: Gedichte.
Hamburg: Hoffmann u. Campe 1842.
PURL: http://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb10110580-6
URL: https://archive.org/details/gedichte00hebbgoog
URL: https://books.google.de/books?id=u28HAAAAQAAJ

Hebbel, Friedrich: Neue Gedichte.
Leipzig: Weber 1848.
PURL: http://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb10110582-7
URL: http://data.onb.ac.at/rec/AC09941275
URL: https://books.google.de/books?id=tVFhAAAAcAAJ

Hebbel, Friedrich: Gedichte.
Gesammt-Ausgabe stark vermehrt und verbessert.
Stuttgart u. Augsburg: Cotta 1857.
PURL: http://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb10110583-2
URL: https://catalog.hathitrust.org/Record/006923620


Hebbel, Friedrich: Sämtliche Werke. Historisch-kritische Ausgabe.
Hrsg. von Richard Maria Werner.
Abt. 2; Tagebücher, 1: 1835-1839.
Berlin: Behr 1903.
URL: https://archive.org/details/pt02smtlichewerke01hebbuoft

Hebbel, Friedrich: Sämtliche Werke. Historisch-kritische Ausgabe.
Hrsg. von Richard Maria Werner.
Abt. 2; Tagebücher, 2: 1840 - 1844.
Berlin: Behr 1903.
URL: https://archive.org/details/pt02smtlichewerke02hebbuoft

Hebbel, Friedrich: Sämtliche Werke. Historisch-kritische Ausgabe.
Hrsg. von Richard Maria Werner.
Abt. 2; Tagebücher, 3: 1845 - 1854.
Berlin: Behr 1903.
URL: https://archive.org/details/pt02smtlichewerke03hebbuoft

Hebbel, Friedrich: Sämtliche Werke. Historisch-kritische Ausgabe.
Hrsg. von Richard Maria Werner.
Abt. 2; Tagebücher, 4: 1854 - 1863. Register
Berlin: Behr 1903.
URL: https://archive.org/details/pt02smtlichewerke04hebbuoft

Hebbel, Friedrich: Briefwechsel 1829 – 1863.
Historisch-kritische Ausgabe in fünf Bänden.
Hrsg. von Otfried Ehrismann u.a.
5 Bde. München: Iudicium 1999.

Hebbel, Friedrich: Tagebücher.
Neue historisch-kritische Ausgabe.
Hrsg. von Monika Ritzer.
Bd 1: Text; Bd. 2: Kommentar und Apparat.
Berlin u. Boston: De Gruyter 2017.

 

 

 

Literatur

Bandion, Wolfgang J. u.a. (Hrsg.): Starke Gefühle. Kulturwissenschaftliche Emotionalitätsdiskurse im 19. und 20. Jahrhundert. Wien 2015.

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Bucher, Max u.a. (Hrsg.): Realismus und Gründerzeit. Manifeste und Dokumente zur deutschen Literatur 1848 – 1880. 2 Bde. Stuttgart 1981.

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Vgl. S. 208-217.

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Pfau, Oliver: Hebbels Lyrik. Aufbruch in die Moderne. In: Hebbel-Jahrbuch 72 (2017), S. 109-118.

Ritzer, Monika: 'Klassik' versus 'Moderne': Zur historischen Rekonstruktion eines Topos. In: Hebbel-Jahrbuch 55 (2000), S. 7-38.

Ritzer, Monika: Friedrich Hebbel. Der Individualist und seine Epoche. Eine Biographie. Göttingen 2018.

Ruprecht, Dorothea: Untersuchungen zum Lyrikverständnis in Kunsttheorie, Literarhistorie und Literaturkritik zwischen 1830 und 1860. Göttingen 1987 (= Palaestra, 281).

Scholz, Carsten: Der junge Hebbel. Eine Mentalitätsgeschichte. Köln 2011 (= Literatur und Leben, 80).

Selbmann, Rolf: Die simulierte Wirklichkeit. Zur Lyrik des Realismus. Bielefeld 1999.

Selbmann, Rolf: Die Lyrik des Realismus. In: Realismus. Epoche – Autoren – Werke. Hrsg. von Christian Begemann. Darmstadt 2007 (= Neue Wege der Forschung), S. 189-206.

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Stein, Astrid: Friedrich Hebbel als Publizist. Münster 1989 (= Medien & Kommunikation, 13).

Wuthenow, Ralph-Rainer: Produktivität und Kritik. Friedrich Hebbel und die Lyrik seiner Zeit. In: Gefühl und Reflexion. Studien zu Friedrich Hebbels Lyrik. Hrsg. von Günter Häntzschel. Neuried 1998, S. 207-219.

 

 

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